Über uns

Gerechtigkeit beginnt vor der Haustür.

Mehr Gerechtigkeit ist eine unabhängige private Initiative von Jens Richter. Entstanden aus einem konkreten Tiefurter Anliegen, richtet sich die Plattform künftig überall dorthin, wo Menschen Entscheidungen als ungerecht erleben und nachvollziehbare Klärung brauchen.

Warum diese Plattform

Das vermeintlich Kleine entscheidet darüber, ob Menschen Demokratie vertrauen.

Ein Parkplatz, ein Bescheid, eine Genehmigung, eine Gebühr, eine Vereinsentscheidung oder der Umgang eines Amtes mit einer einzelnen Person wirken von außen oft unbedeutend. Für den Betroffenen können sie den Alltag, die wirtschaftliche Existenz oder das Vertrauen in den Staat prägen.

Gerade im ländlichen Raum und in kleinen Ortsteilen sind Wege kurz und Rollen eng miteinander verflochten. Man kennt sich. Politische Ämter, Verwaltung, Vereine, Wirtschaft und persönliche Beziehungen überschneiden sich. Das kann Gemeinschaft stärken. Es kann aber auch dazu führen, dass Kritik schwerer wird, Entscheidungen weniger hinterfragt werden und Einzelne das Gefühl bekommen, gegen ein geschlossenes System anzureden.

Deshalb braucht Gerechtigkeit Aufmerksamkeit auch dort, wo keine große Redaktion sitzt, keine Fernsehkamera wartet und kein überregionales Medium recherchiert. Eine Entscheidung wird nicht deshalb unwichtig, weil sie nur wenige Menschen betrifft.

Unsere Haltung

Wer Macht ausübt, muss Widerspruch aushalten.

Klar gesagt
Auch ein Bürgermeister darf nicht zum „Diktator im Kleinen“ verkommen.

Gemeint ist kein persönliches Urteil über einen bestimmten Amtsinhaber. Gemeint ist eine demokratische Grenze: Ein öffentliches Amt ist kein persönlicher Besitz. Entscheidungen müssen erklärbar bleiben, Kritik darf nicht als Illoyalität behandelt werden und Bürger sind keine Untertanen.

01

Transparenz

Wir wollen wissen, wer entschieden hat, auf welcher Grundlage und welche Alternativen geprüft wurden.

02

Verhältnismäßigkeit

Eine Maßnahme darf nicht stärker belasten als nötig, nur weil eine einfachere Verwaltungslösung bequemer erscheint.

03

Gleichbehandlung

Persönliche Nähe, Bekanntheit oder Einfluss dürfen nicht darüber entscheiden, wer gehört wird und wer nicht.

04

Fairness

Auch scharfe Kritik braucht belastbare Grundlagen. Niemand wird allein aufgrund einer Zuschrift öffentlich verurteilt.

Redaktionelle Arbeitsweise

Nicht jede empfundene Ungerechtigkeit ist automatisch ein belegbarer Skandal.

Darum gibt es zwischen einer Einreichung und einer Veröffentlichung einen klaren Prüfweg.

1

Hinweis aufnehmen

Wir erfassen Schilderung, Ort, Zeitraum, Beteiligte und vorhandene Dokumente. Kontaktdaten bleiben intern.

2

Plausibilität prüfen

Was ist eigene Wahrnehmung? Was ist dokumentiert? Was fehlt? Wo gibt es Widersprüche?

3

Nachrecherchieren

Wir prüfen öffentlich zugängliche Quellen, Bescheide, Protokolle und Zuständigkeiten und stellen Rückfragen.

4

Gegenseite anhören

Wo Personen, Behörden oder Organisationen konkret betroffen sind, erhalten sie grundsätzlich Gelegenheit zur Stellungnahme.

5

Schützen und minimieren

Personenbezogene Daten werden nur genannt, wenn dies für das öffentliche Verständnis erforderlich und rechtlich vertretbar ist.

6

Bewusst veröffentlichen

Veröffentlicht wird nur, wenn Darstellung, Belege und öffentliches Interesse eine sachliche Veröffentlichung tragen.

Wichtig: Mehr Gerechtigkeit ist keine Behörde, keine Rechtsanwaltskanzlei und keine offizielle Meldestelle nach dem Hinweisgeberschutzgesetz. Wir können keine rechtliche Vertretung, absolute Vertraulichkeit gegenüber staatlichen Anordnungen oder Veröffentlichung garantieren.

Mitmachen

Eine Ungerechtigkeit wird nicht kleiner, weil sie nur einem Menschen passiert.

Schildern Sie uns, was geschehen ist. Wir sehen hin und prüfen, ob daraus ein dokumentierbarer Fall werden kann.